Die Drucklufterzeugung:
Alle Kompressorentypen mit Öleinspritzkühlung benötigen zur Aufrechterhaltung des Ölkreislaufes, Ölkühlung und der Ölabscheidung eine entsprechende Peripherie mit Ölvorratsbehälter, Ölkühler und Entölungsfilter zur Entölung der Druckluft.
Die Schwachstelle:
Die Entölung der Druckluft erfolgt durch ein Filterelement. Das Verfahren der Ölabscheidung verlangt eine möglichst gleichmäßige Durchströmung der Filterstrecke.
Schnelle Druck- und Volumenstromänderungen führen zu unerwünschten Nebeneffekten wie drastisch erhöhtem Restölgehalt bzw. erheblich reduzierte Lebensdauer infolge Zerstörung des Filterelementes.
Die Ursache:
Die angesaugte Luft ist infolge der durchlaufenen Volumenverkleinerung am Kompressoraustritt annähend zu 100% mit Feuchtigkeit gesättigt. Zur Vermeidung von Korrosion und Vereisung im Druckluftnetz muss die Luft nach dem Kompressor getrocknet werden. Im mobilen Einsatzbereich (Straßenbahnen, Bussen...) erfolgt die Drucklufttrocknung üblicherweise durch den Einsatz von Ein- oder Zweikammer Adsorptions-Trockner, seltener werden auch Membrantrockner eingesetzt.
a) Adsorptionstrockner 1):
Dieses Trocknerprinzip verbraucht zur Regeneration des Trockenmittels einen stetigen Anteil an Druckluft. systembedingte Schaltvorgänge (Umkehr der Behälterfunktion Trocknen/ Regenerieren und Kondensataustragzyklus) erfordern zusätzlich kurzzeitig hohe Druckluftmengen. Die Taktzeiten dafür sind voreingestellt und liegen bei ca. 50 Sekunden bzw. mehreren Minuten. Bei intermittierendem Kompressorbetrieb wird zusätzlich bei Kompressorstopp die Druckleitung zwischen Kompressor und Trockner Ausgang schlagartig auf Atmosphäre entlastet, um ein druckloses wieder anfahren des Kompressors zu gewährleisten.
b) Membrantrockner1):
Im Gegenteil zum Adsorptionstrockner findet hier eine kontinuierliche Volumenstromabnahme für den Trocknungsvorgang statt. Schlagartige Volumenstromabnahmen finden jedoch durch den intermittierenden Kompressorbetrieb statt. Bei jedem Kompressorstopp wird die Druckleitung bis Ausgang Membrantrockner schlagartig entlastet, um so einen druckloses wieder anfahren zu gewährleisten.
Die Physik:
Das Puffervolumen zwischen Kompressor und Trockner in Form einer kurzen Druckluftleitung ist relativ klein. Der Taktweise anfallende hohe Druckluftbedarf des Trockners führt jedes Mal zu einer schlagartigen und drastischen Absenkung des Druckes.
Es entsteht eine Drucksenke die sich mit Schallgeschwindigkeit in Richtung Kompressor ausbreitet. Die im Kompressorgehäuse gerade vorhandene Druckluft wird dabei explosionsartig über das Entöl-Filterelement auf das tiefe Niveau der Drucksenke entspannt.
Der Schaden:
Das Entöl-Filterelement wird in der Regel von innen nach außen durchströmt. Bei gleichmäßiger Durchströmung der Filterstrecke koagulieren kleinste Öltröpfchen zu immer größeren Öltropfen.
An der Außenfläche angelangt werden die Öltropfen infolge Schwerkraftabscheidung im Sumpf des Filtergehäuses gesammelt und in das Ölumlaufsystem des Kompressors zurückgeschleust.
Gasförmige Bestandteile verbleiben in der Druckluft.
Die Ölabscheidung ist prinzipbedingt mit einem kleinen permanenten Druckverlust verbunden.
Durch die an der Filteraußenfläche anliegenden Drucksenke findet eine schlagartige Erhöhung dieser Druckdifferenz statt. Die Druckdifferenz führt zu extremen Spannungen im ölgetränkten Filtervlies. Das an der Filtervliesoberfläche anhaftende Öl wird im ersten Augenblick infolge des Druckimpulses explosionsartig von der Oberfläche weggeschleudert und mit der Druckluft abtransportiert. Der Restölgehalt steigt entsprechend an. Die im Wechsel auftretenden Druckdifferenzen zermürben das Filtervlies bis zum Aufreißen. Die Lebensdauer wird erheblich reduziert.
Die Lösung:
Der pulsmin Pulsationsdämpfer kommt überall dort zum Einsatz, wo Maschinen oder Anlagenbauteile durch diskontinuierliche Förderströme gefährdet werden.
Durch Verbraucher oder Prozesse verursachte Druckstörungen werden durch den Einbau eines Pulsationsdämpfers in einen quasi stationären Druck gewandelt.
Bei geschlossenem Pulsationsdämpfer wird ein Abblasen des verdichterseitigen Sicherheitsventils durch einen integrierten Bypass vermieden. Die integrierte Bypassbohrung ist so dimensioniert, dass ein Staudruck entsprechend dem Betriebsdruck gehalten wird.
1) Achtung Einbauort Pulsationsdämpfer beachten:
Adsorptionstrockner: Vor dem Trockner, in der Druckleitung zum Trockner bzw. in den Drucklufteintrittsstutzen am Trockner Schema Adsorptionstrockner
Membrantrockner: Nach dem Trockner, in der Austrittsleitung bzw. direkt am Druckluftaustritt, in jedem Fall vor dem Entlastungsventil Schema Membrantrockner
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Größen, Maße, Gewichte
|
1) Volumenstrom |
L [mm] |
2) Auslass
|
2) Eintritt
|
L1 [mm] |
L2 [mm] |
S [mm] |
SW [mm] |
Gewicht [kg] |
|
100 - 800
|
53
|
M 22x1,5 |
M 22x1,5 |
14 |
14 |
1,5 |
32 |
0,27 |
|
53
|
G ½“ |
G ½“ |
14 |
14 |
1,5 |
32 |
0,27 |
|
|
< 800 - 3000 |
67
|
G 1“
|
G 1“
|
18 |
18 |
2
|
41 |
0,5 |
|
< 3000 – 4000
|
70 |
G 1 ¼“ |
G 1 ¼“ |
20 |
20 |
2 |
46 |
0,85 |
Werkstoffe: Gehäuse, Kolben, Druckfedern sind aus Edelstahl gefertigt
| 1) Volumenstrom bezogen auf: | Temperatur | 20°C |
| Druck: | 1 bar (760Torr) | |
| Medium: | Luft | |
| 2)Zoll Gewinde DIN ISO 228-1 |
Changes without notice / as of 01.12.2024